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Loic Corbery in „Hécube, pas Hécube“
Festival d’Avignon

„Wir, die Linken, sind mitverantwortlich“

Im französischen Avignon hat das renommierte Theaterfestival begonnen. Doch der künstlerisch starke Auftakt wird durch die Politik überschattet. Eine Theaterregisseurin gibt den linken Kulturschaffenden eine Mitschuld am Erfolg Le Pens.

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Artikeltyp:MeinungTheater

Die Korrektur des Kanons

Brünhild? Genderfluid! Gretchen? Ein schwuler Flüchtling! Auf deutschsprachigen Bühnen grassiert die Mode, Klassiker politisch korrekt zu „überschreiben“. Weder Shakespeare noch Tschechow sind sicher vor der Korrektur durch den Zeitgeist. Der ästhetische Schaden ist dramatisch.

SANCTA von Florentina Holzinger. Mecklenburgisches Staatstheater.
Opernspektakel

Warum diese nackten Nonnen für die katholische Kirche ein Skandal sind

Sie sei „Europas heißeste Regisseurin“, schreibt die internationale Presse, die katholische Kirche aber stört sich mächtig an den unbekleideten Ordensfrauen, die Florentina Holzinger auf die Bühne der Wiener Festwochen bringt. Die Begründung der empörten Bischöfe? Überraschend.

„Man siehet die im Lichte“: Travestie im Tegeler Gefängnishof
Artikeltyp:MeinungGefängnistheater

So eine „Dreigroschenoper“ haben Sie noch nie gesehen

Lohnt sich Verbrechen doch? In der „Dreigroschenoper“ kommt der Gangster Mackie Messer straffrei davon. Jetzt wird der Klassiker von Brecht und Weill in der Berliner JVA Tegel gespielt, von Häftlingen. Wie geht es für sie aus?

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In Hannover läuft das Stück „Unsere Elf“
Ressort:TheaterEM im Theater

„Wessen Mannschaft ist das überhaupt?“

Früher war Fußball das Theater des kleinen Mannes. Zur Europameisterschaft wird das Spiel selbst zum Bühnenstoff. Im ganzen Land werfen Stücke Fragen auf wie: Was ist heute noch eine Nationalmannschaft? Wer darf Fan sein? Und welchen Preis zahlen die Spielerfrauen?

"Nachtasyl (unten)" hat Premiere im Berliner Ensemble
Ressort:TheaterAlexander Lang (1941-2024)

Ein toller Hecht

Der Regisseur und Schauspieler Alexander Lang war ein Himmelsstürmer mit gebrochenen Flügeln. Nur zu gut wusste er: Alle Himmel sind bloß selige Fluchträume – der Acker des wirklichen Daseins aber ist steinig, dreckig, blutig. Ein Nachruf.


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Charly Hübner

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Beginnt mit Paläontogie, bleibt da aber nicht
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Die Volksbühne verabschiedet sich von René Pollesch
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Der Schimmelreiter / Hauke Haiens Tod - Vorab-Foto
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Sesede Terziyan UNSER DEUTSCHLANDMÄRCHEN Nach dem Roman von DİNÇER GÜÇYETER In einer Bearbeitung von HAKAN SAVAŞ MİCAN Regie HAKAN SAVAŞ MİCAN BÜHNE Alissa Kolbusch VIDEO Sebastian Lempe KOSTÜME Sylvia Rieger KOMPOSITION Peer Neumann LIVEMUSIK Claire Cross & Bekir Karaoğlan UND Peer Neumann & Cham Saloum SOWIE Ceren Bozkurt LICHTDESIGN Carsten Sander DRAMATURGIE Clara Probst & Holger Kuhla
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Dinçer Güçyeter aus Nettetal fährt Gabelstapler und schreibt Bücher. „Unser Deutschlandmärchen“ wurde von Literaturkritikern gefeiert und mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet. In Berlin ist es nun auf der Bühne zu sehen – und erzählt die andere Geschichte der Bundesrepublik.

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