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Viele Blutdruckmessgeräte liefern ungenaue Werte

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 24. Oktober 2018: Wer seinen Blutdruck am Handgelenk misst, muss darauf achten, dass sich das Gerät dabei auf Höhe des Herzens befindet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 24. Oktober 2018: Wer seinen Blutdruck am Handgelenk misst, muss darauf achten, dass sich das Gerät dabei auf Höhe des Herzens befindet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Wer seinen Blutdruck am Handgelenk misst, muss darauf achten, dass der Arm angewinkelt ist
Quelle: dpa-tmn
Den Blutdruck kann man nicht nur beim Arzt messen lassen. Stiftung Warentest hat Messgeräte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Bei der Genauigkeit hapert es. Doch es gibt bessere Alternativen.

Menschen mit zu hohem Blutdruck sollten regelmäßig ihren Blutdruck messen. Aber wie verlässlich sind Messgeräte für den Hausgebrauch? Die Stiftung Warentest hat sich für ihr „Test“-Heft (Ausgabe 11/2018) acht Oberarm- und sechs Handgelenkgeräte näher angeschaut.

Fazit der Tester: Alle lassen sich gut bedienen – aber keines misst so genau wie die drei besten Modelle aus dem Test davor.

Nur ein Messgerät ist „gut“

Im aktuellen Test gab es für die Messgenauigkeit bestenfalls die Note „befriedigend“. Dafür durften die gemessenen Werte um maximal 7,5 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) von denen nach einer Messung durch Fachkräfte mit einem Quecksilber-Blutdruckmessgerät abweichen. Sieben Geräte messen den Blutdruck nur „ausreichend“ genau.

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Ein Messgerät erreichte die Gesamtnote „gut“: das Oberarmgerät ExactFit 5 von Braun. Mit der Gesamtnote „befriedigend“ schnitten unter anderem die Oberarmgeräte Double Comfort von Visomat und Medicus Family 4 von Boso ab. Als besonders leise fiel das Handgelenkgerät RS6 von Omron auf, hier gab es ebenfalls ein „befriedigend“. Fünf Geräte erreichten die Gesamtnote „ausreichend“.

Noch besser als der Testsieger der aktuellen Untersuchung schnitten drei immer noch erhältliche Geräte aus dem vorherigen Test ab: RS2 von Omron und die Boso-Geräte Medistar+ für das Handgelenk sowie Medicus X für den Oberarm. Alle drei konnten auch in Sachen Messgenauigkeit überzeugen und kamen insgesamt auf die Note „gut“.

Blutdruck richtig messen

Ob Geräte für eine Messung am Oberarm oder am Handgelenk besser sind, lässt sich den Testern zufolge nicht pauschal sagen. Oberarmgeräte seien in der Regel teurer und mühsamer anzulegen. Dafür befindet sich das Gerät immer auf Herzhöhe – also da, wo es hingehört. Bei einer Messung am Handgelenk müssen Patienten den Arm anwinkeln, damit sich das Gerät auf der richtigen Höhe befindet. Sonst gibt es Messfehler.

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Die Deutsche Hochdruckliga rät, den Blutdruck morgens und abends zur gleichen Zeit zu messen. Vor der Messung sollte man fünf Minuten zur Ruhe kommen. Gemessen wird am besten sitzend auf einem Stuhl mit aufgestellten Füßen.

Außerdem gilt: nicht sprechen, nicht bewegen, nicht ablenken lassen. Am besten messen Patienten den Blutdruck nach einer Pause von rund zwei Minuten noch einmal. Der zweite Wert liege meist niedriger. Diesen sollten Patienten in einem Blutdruckpass dokumentieren. Als normal gilt in Deutschland ein Blutdruck von rund 120/80 mmHg. Ab 140/90 mmHg ist von zu hohem Blutdruck die Rede.

Fast jeder dritte Deutsche leidet an Bluthochdruck

Laut Robert-Koch-Institut leidet fast jeder dritte Deutsche an Bluthochdruck. Betroffene Menschen wissen das oftmals gar nicht. Alkohol, Nikotin und mangelnde Bewegung sind die Hauptgründe.

Quelle: N24

dpa/jk

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